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Hünenberg (Moodfilm)

  • 16. Sept. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 3. Juni


Hünenberg in Bildern erzählt – Der Kunstfilm zum 600-Jahr-Jubiläum

Als die Gemeinde Hünenberg im Jahr 2014 ihr 600-jähriges Bestehen feierte, entstand ein ungewöhnlicher Imagefilm. Statt auf Interviews, Sprechertexte oder klassische Werbebotschaften zu setzen, entschied sich die Gemeinde für einen künstlerischen Zugang: Der Hünenberger Filmemacher Michael Werder schuf einen Film, der die Gemeinde ausschliesslich durch Bilder, Stimmungen und Beobachtungen erfahrbar macht.

Der Film versteht sich weniger als Informationsfilm denn als visuelle Entdeckungsreise. Ohne Worte führt er durch Landschaften, Alltagsmomente, Gewerbe, Vereine, Natur und das öffentliche Leben. Die Kamera beobachtet statt zu erklären. So entsteht ein Porträt von Hünenberg, das nicht Fakten vermittelt, sondern Atmosphäre. Die Zuschauerinnen und Zuschauer erleben die Gemeinde aus Perspektiven, die im Alltag oft verborgen bleiben.


Mehr Kunstfilm als Werbefilm

Während viele Imagefilme vor allem Sehenswürdigkeiten und Standortvorteile präsentieren, verfolgt dieser Film einen anderen Ansatz. Er sucht das Besondere im Alltäglichen. Licht, Bewegung, Perspektive und Rhythmus werden zu den eigentlichen Erzählern. Die Bilder laden dazu ein, den Ort neu zu entdecken und eigene Geschichten darin zu finden.

Gerade dieser künstlerische Zugang macht den Film auch Jahre später noch sehenswert. Er ist weniger an aktuelle Entwicklungen gebunden als klassische Werbefilme und wirkt dadurch zeitlos. Die Bilder erzählen von einer Gemeinde zwischen Tradition und Moderne, zwischen Landwirtschaft, Natur und wirtschaftlicher Entwicklung.


Bild und Musik als gemeinsame Sprache

Da der Film vollständig auf Sprache verzichtet, kommt der Musik eine besondere Bedeutung zu. Die eigens für den Film komponierte Musik von Silvan Gretener begleitet die Bilder nicht nur, sondern wird Teil der Erzählung. Bild und Klang greifen ineinander und schaffen eine Sogwirkung, die den Zuschauer durch den Film trägt.


Ein filmischer Blick auf die Heimat

Für Michael Werder war das Projekt auch eine persönliche Annäherung an seinen Heimatort. Als in Hünenberg aufgewachsener Filmemacher interessierte ihn weniger die dokumentarische Darstellung als die Frage, wie sich die Identität eines Ortes filmisch erfassen lässt. Entstanden ist kein klassischer Werbefilm, sondern ein atmosphärisches Porträt, das den Charakter einer Gemeinde über Stimmungen, Begegnungen und Beobachtungen vermittelt.


Nachhaltige Bilder

Mehr als zehn Jahre nach seiner Entstehung zeigt der Film, dass ein Imagefilm nicht zwingend erklären muss, um Wirkung zu entfalten. Manchmal genügt es, genau hinzusehen. Durch die Verbindung von starken Schwarz-Weiss-Bildern, präzisem Schnitt und einer eigens komponierten Musik entstand ein Werk, das weit über die Jubiläumsfeierlichkeiten hinaus Bestand hat.

Der Hünenberg-Film von 2014 ist damit nicht nur ein Beitrag zum 600-Jahr-Jubiläum der Gemeinde, sondern auch ein Beispiel dafür, wie Kunst und Kommunikation zusammenfinden können – als filmische Hommage an einen Ort und seine Menschen.

 
 
 

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